Heidelinde Pietsch - Senior Consultant GSP

25.04.2021

1. Dein Herzensprojekt

1.1 Würdest Du Dein Unternehmen als Herzensprojekt betiteln? Wie bist Du dazu gekommen?

Heidelinde Pietsch, GS|P Wirtschaftskanzlei: "Ja, mein weiterhin existierendes Unternehmen CSP-Interim-Management und jetzt noch die Verbindung mit der Wirtschaftskanzlei Gantner & Schmidt sind mein Herzensprojekt. Ursprünglich war ich 11 Jahre Bankkauffrau, bevor meine erste Tochter zur Welt kam. Nach sechs Jahren Erziehungsurlaub ergab sich nah an meinem Wohnort eine neue interessante Aufgabe, bei der ich die Richtung Handel/Logistik/Produktion einschlug. Die Kinder wurden größer und ich fokussierte mich wieder mehr darauf, dass die Inhalte meiner Arbeit und meine Veranlagung (Problemlöser, Kümmerer) zusammen- passten, so dass ich nach einigen Jahren Erfahrungssammlung im Automotive-Bereich 2011 von einem CRO eines zu sanierenden Unternehmens zur Transparenzschaffung und Problemdefinition der zu produzierenden Artikel als Freelancer engagiert wurde. Und ich war happy!"

1.2 Was was bislang Deine größte Herausforderung bei der Umsetzung Deines Projektes? Wie konntest Du sie meistern?

Heidelinde Pietsch, GS|P Wirtschaftskanzlei: "Bei mittelständigen Unternehmen gibt es unter dem GF eine meist leistungsfähige Führungsebene, an die man Aufgaben delegieren kann. Nicht so in einem kleinem Unternehmen mit 30 Facharbeitern und Verwaltung. Fähige Mitarbeiter, mit eigenen Vorstellungen, wie ein marodes Unternehmen aus der Krise kommt, aber teils zu kleinteiligem Denken. Ich konnte diese Herausforderung meistern, weil ich fähig war, mich in einem Moment mit dem Einkaufsleiter für Spritzgusswerkzeuge von Global Playern auf deren Ebene auszutauschen und zu akquirieren, im nächsten Moment Fragen zu beantworten wie z. B. eine Exceldatei zu formatieren ist. Neben dem fachlichen Handwerk (neue Strukturen, Übersichtlichkeit, Arbeitssicherheit) ist vor allem Empathie wichtig. Der eine Mitarbeiter will seine Ruhe, aber das Gefühl, dass er jederzeit zur Chefin kommen kann, der andere Mitarbeiter benötigt mehr Aufmerksamkeit. Und auch wenn es nicht zielführend ist, jede Idee der MA umzusetzen, so kennen diese ihren Laden recht gut und beim genauen Hinhören, fand ich auch öfters die Basis für einen nachhaltigen Lösungsansatz."

1.3 Wie schaffst Du es, Deine Ziele nicht aus den Augen zu verlieren?

Heidelinde Pietsch, GS|P Wirtschaftskanzlei: "Ich gebe mir eigene Meilensteine und wenn ich Zuarbeit benötige kommuniziere ich auch die Termine klar. Das Telefon bestimmt nicht mich, sondern (soweit möglich) andersherum. Das soll heißen, wenn ich konzentriert bin, bleib ich bei meiner Aufgabe um nicht durch eine Störung wichtige Energie/Zeit einzubüßen. Da gibt es interessante Untersuchungen dazu, wie viel Zeit es neu braucht, um wieder die Tiefe der Konzentration zu erreichen, die man vor der Störung hatte. Offene Bürotür heißt, man kann stören; geschlossene Bürotür: Störung nur im Notfall. Diese Kombination aus eigener Überwachung und Schaffung von qualitativer Arbeitszeit waren die Schlüssel, meine Aufgaben zeitlich, komplett und hochwertig ins Ziel zu bringen."

1.4 Welche Rolle spielt Dein persönliches Umfeld dabei, Deine Träume und Ziele zu verwirklichen?

Heidelinde Pietsch, GS|P Wirtschaftskanzlei: "Ich arbeite sehr gerne und wenn ich im Fluss bin, fällt es mir schwer, Feierabend zu machen. Daher bin ich glücklich, in meinem Mann und meinen Töchtern liebe Menschen zu haben, die mich erden, meine Motivation hinterfragen, aber wenn es darauf ankommt, mir den Rücken freihalten und unterstützen. Ohne sie hätte ich nicht, obwohl ich weiterhin als Freelancer Projekte annahm, berufsbegleitend Wirtschaftsingenieurwesen in Anwesenheit an der TH Ingolstadt studieren können. "Hier Mama, Essen! Guten Appetit. :)"

1.5 Was unterscheidet Dich und Dein Unternehmen von anderen in der gleichen Branche?

Heidelinde Pietsch, GS|P Wirtschaftskanzlei: "Ich habe eine ausgeprägte Hands-On-Mentalität und verstehe es, die Mitarbeiter der Unternehmen im Change-Management-Prozess empathisch und rhetorisch mitzunehmen. Ich lasse mich auf die Gegebenheiten vor Ort ein und hinterfrage am Anfang eines Projektes intensiv die Auskünfte und verifiziere sie. So erhielt ich in der Vergangenheit oft an zwei Tagen mehr relevante Informationen, als ein dreiköpfiges Team in einer Woche. Informationsbeschaffung dient nur der Ist-Bestimmung, nicht der Vergangenheitsbewältigung. Vergangenheitsbewältigung ist nicht zielführend und wertschöpfend. Der Blick geht nach vorne. Und ich lache gerne und mach auch mal einen Spaß. Miesepetriges Verhalten strengt mich zu sehr an."


2. Weltanschauung

2.1 Hast Du eine bestimmte Lebensphilosophie beziehungsweise ein Motto? Wie lautet es?

Heidelinde Pietsch, GS|P Wirtschaftskanzlei: "privat: Leben und leben lassen, aber "mach den Mund auf, wenn Du Ungerechtigkeit siehst!"

beruflich: "Die reinste Form des Wahnsinns ist, alles beim Alten zu lassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert." Albert Einstein"

2.2 Wofür bist Du in Deinem Leben bisher am dankbarsten?

Heidelinde Pietsch, GS|P Wirtschaftskanzlei: "Für meine Töchter Anna und Eva."

2.3 Glaubst Du, dass jeder Mensch so etwas wie eine Lebensaufgabe in dieser Welt hat? Welche ist Deine?

Heidelinde Pietsch, GS|P Wirtschaftskanzlei: "Meine Lebensaufgabe ist, sich nicht unterkriegen zu lassen, egal was mich geprägt hat und damit anderen ein Vorbild zu sein."

2.4 Wie würdest Du folgenden Satz beenden? " Das Leben ist voller ......:"

Heidelinde Pietsch, GS|P Wirtschaftskanzlei: ".... Überraschungen. Freu Dich über die Guten und halte Dich an den Schlechten nicht zu lange auf."


3. Lass es Dir gut gehen!

3.1 Was machst Du, um es Dir gut hegen zu lasse?

Heidelinde Pietsch, GS|P Wirtschaftskanzlei: "Das liegt an der Tagesform und wer da ist. Spieleabend, Lesen, Wandern, daddeln, Serien gucken, Freunde einladen und bekochen Oder in der Familie den Vorschlag machen: "Lasst uns Tandemgleitschirmfliegen" -> erledigt; "Wie schaut es mit einem Fallschirmsprung aus. Wer hat Interesse?" -> 2021 in Planung. "Lamas streicheln?". Witzig ist, dass oft zeitgleich meine Töchter ähnliche Ideen haben. Motorradfahren war früher. Aber nachdem ich mir mein Handgelenk brach, geht es nicht mehr."



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